Das hier erinnert mich an meine Kindheit. Etwas so Gemütliches wie selbstgemachte Bienenwachskerzen. Nicht die gerollte Variante – die auch sehr gemütlich ist, sondern die, bei denen man das Wachs schmilzt und in Formen gießt oder die Dochte eintaucht.
Das Ergebnis wurde SO schön und es war wirklich eine unglaublich gemütliche Aktivität bei uns zu Hause.
Möchtest du wissen, wie wir es gemacht haben, dann findest du unten ein paar DIY-Anleitungen für selbstgemachte Bienenwachskerzen.
Du brauchst:
- Bienenwachs – erhältlich hier
- Dochte findest du hier. 3 x 5 Meter in verschiedenen Größen.
- Evtl. Halter/Ständer für Teelichter. Wir haben sie hier aus Glas.

Selbst Bienenwachskerzen herstellen
Beginne damit, das Bienenwachs im Wasserbad zu schmelzen. Das heißt Bienenwachs in eine Schüssel geben und diese anschließend in einen Topf mit kochendem Wasser stellen. Wichtig ist, eine Schüssel zu verwenden, die höher als breit ist, damit du den Docht ein gutes Stück in das geschmolzene Bienenwachs eintauchen kannst – je nachdem, wie hoch du die Kerzen haben möchtest. Ich habe ein hohes Aufbewahrungsglas wie dieses verwendet, das dafür sehr gut geeignet war.
Das Bienenwachs schmilzt langsam und gleichmäßig. Sobald es geschmolzen ist, die Hitze reduzieren. Es sollte möglichst nicht über 80 Grad erhitzt werden.
Sobald das Bienenwachs geschmolzen ist, kann die Kerzenproduktion im Prinzip beginnen.
Es ist sehr praktisch, den Docht so zuzuschneiden, dass du ein ausreichend langes Stück hast. Halte den Docht in der Mitte und tauche beide Enden gleichzeitig in das geschmolzene Bienenwachs. Dafür musst du darauf achten, etwas Abstand zwischen den Dochten zu halten, z. B. mit Hilfe einer Gabel. Auf diese Weise kannst du zwei Kerzen gleichzeitig herstellen – und es wird deutlich einfacher, die Kerzen anschließend trocknen zu lassen.
Nachdem der Docht in das Bienenwachs getaucht wurde, sollte er ein paar Sekunden antrocknen. Danach tauchst du die Dochte erneut in das Wachs – und das wiederholst du so lange, bis die Kerzen eine passende Dicke haben. Ganz am Anfang kannst du den Docht und die Kerze noch leicht formen, sobald das Bienenwachs etwas angetrocknet ist. Das kann notwendig sein, wenn sich der Docht etwas verdreht.
Wenn du fertig bist, hängst du die Kerzen zum Trocknen über einen Stab oder etwas anderes Praktisches. Ich hatte zufällig einen Schmuckständer, der dafür gut geeignet war – allerdings mit etwas Unterstützung durch einen umwickelten Rührstab aus einem Malprojekt. Alternativ kannst du auch zwei Ziegelsteine und einen Stab verwenden, den du darüberlegst. Es gibt viele Möglichkeiten.
Teelichter aus Bienenwachs selbst herstellen
Die Grundlage für Teelichter aus Bienenwachs ist dieselbe wie bei den Stabkerzen. Also Bienenwachsgranulat im Wasserbad schmelzen. Wenn du bereits Stabkerzen hergestellt hast, ergibt es sehr viel Sinn, die Reste für Teelichter zu verwenden.
Wir haben damit begonnen, die Formen bereitzustellen und Zeitungspapier darunterzulegen. Wir haben verschiedene Formen gesammelt. Es ist eine Mischung aus Recycling (also Aluminiumformen von Teelichtern) und einigen wiederverwendbaren Glasformen wie diesen
Wir haben eine kleine Schraube an ein Stück Docht gebunden und diese in das geschmolzene Bienenwachs getaucht. Die Schraube sorgt dafür, dass der Docht beim Eingießen des geschmolzenen Bienenwachses am Boden fixiert bleibt. Ich empfehle, für Teelichter den dünnsten der drei Dochte zu verwenden. Die beiden anderen Stärken eignen sich besser für Stabkerzen.
Das Bienenwachs wird vorsichtig in die Formen gegossen. Hier kann es hilfreich sein, zu zweit zu arbeiten. Also eine Person gießt und eine andere hält den Docht an Ort und Stelle.
Und dann hast du Teelichter für die dunkle, gemütliche Zeit. Viel Spaß dabei :-)